Autor: Sabine

Improvisation 2.0

…oder das Weihnachtswunder von Lindau. Seit geraumer Zeit haben wir keine Küche. Jedenfalls nicht das, was in einem guten Haushalt als Küche zählt. (Nicht dass das unbedingt unser Maßstab wäre 🙂 ) Wir können dort kochen und essen und was sonst noch dazugehört, aber eine Komfortzone ist es nicht gerade. Eher ziemlich improvisiert. Und wie jeder weiß: solche Provisorien halten ewig. Selber sieht man das Chaos nach einiger Zeit nicht mehr. Aber irgendwann kommt Weihnachten und man bekommt Besuch und spätestens dann möchte man es doch irgendwie ordentlich haben. Und jetzt kommt – tadaa – Improvisation 2.0 ins Spiel! Warum wir noch nicht früher drauf gekommen sind, weiß ich nicht, aber unser neues System ist genial. Jedenfalls für alle, die keine Küche haben. Ich bin total begeistert. Man nehme: Einen Biertisch als Arbeitsfläche (den hatten wir schon vorher), Eurokisten in verschiedenen Größen und passende Rollgestelle dazu (in unserem Fall vom Obi). Und damit man weiß, was sich in den Kisten befindet, schreibt man es mit einem Kreidemarker drauf. Easy! So sieht es in der Gesamtansicht …

Von Kurven und Pausen

Wie es halt manchmal so ist. Macht man einmal eine Pause ist es schwierig, danach wieder die Kurve zu kriegen. Der Alltag rauscht nur so vorbei und wenn ich erzählen wollte, was in den letzten Monaten alles los war, kann ich es nicht einmal mehr sagen. Selbst wenn es also nur als Gedächtnisstütze für mich selbst dient—Grund genug mit dem Schreiben an dieser Stelle weiterzumachen. Mit den guten Vorsätzen ist es zwar auch so eine Sache, aber ich bin wild entschlossen! 🙂 Also liebe Freunde der gepflegten Unterhaltung, ich würde mich freuen, wenn Ihr auch weiterhin ab und zu hier vorbeischaut. Aber jetzt wünsche Euch erst einmal ein friedliches und fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Bis dahin! Herzliche Grüße, Eure Sabine P.S.: Das Schneefoto ist gemogelt. Der Schatten ist echt, aber es war bereits anno 2013. Nicht 2017. Heuer ist es hier eher regnerisch.

Schnitzen und Stempeln

Letztes Wochenende habe ich einen wunderbaren Stempelschnitz-Workshop besucht. Ich wollte einfach einmal etwas Neues ausprobieren, und warum dann nicht gleich von den Besten lernen? Deshalb habe ich spontan zugeschlagen als ich gesehen habe, dass die tolle Tinee Häcker von Siebenmorgen einen Workshop anbietet. Und was soll ich sagen, es hat sich voll gelohnt! Es war eine sehr sympathische Damenrunde, alles war ganz liebevoll für uns Schülerinnen vorbereitet und wir haben super Tipps bekommen. Stempelschnitzen ist gar nicht so schwierig und bietet un.ge.ahnte Möglichkeiten! Außerdem macht es Riesenspaß mit dem Messer durch die Gummimatte zu pflügen. Jedenfalls mir ging es so. Das werden definitiv nicht meine letzten Stempel gewesen sein. Vielen Dank liebe Tinee für den inspirierenden Nachmittag! Deine Workshops kann ich nur wärmstens weiterempfehlen! Nur das Stempeln muss ich wohl noch üben. Aber bei Briefmarken sind ja auch die Fehldrucke am wertvollsten, oder nicht?

Abgetaucht…

…oder mein zweiter Sommer in Bregenz Liebe Freunde der gepflegten Unterhaltung – es tut mir leid, dass ich so lange abgetaucht war. Die letzten drei Monate habe ich wieder bei den Bregenzer Festspielen gearbeitet. Es war mein erstes erstes Jahr, also eine Neuproduktion auf dem See, und das war noch etwas arbeitsintensiver als die Wiederaufnahme von Turandot letztes Jahr. Deshalb ist alles andere einfach auf der Strecke geblieben. Aber es hat mir wieder total Spaß gemacht! Ich habe tolle Leute getroffen, bin wieder sehr viel geradelt, habe aber auch das Autofahren wieder für mich entdeckt. Es gab Tage, da war ich einfach zu müde um mit dem Fahrrad zu fahren. Oder es hat geregnet 😉 Ich bin jede Nacht mit einem Ohrwurm nachhause gegangen. Der Herr Bizet war glaube ich der Schlagerstar unter den Opernkomponisten. Ich habe bei fast jeder Vorstellung eine Backerbsen- oder Grießklösschensuppe gegessen. Christl und Walter sind ohne Zweifel die wichtigsten Menschen auf der Hinterbühne. Ich durfte 28 mal das Feuerwerk genießen. Beste Sicht von hinter der Bühne 🙂 (Außer einmal, als …

Es war ein Fest!

Die besten Feste sind die, bei denen man vor lauter Freude ganz vergisst Fotos zu machen. So geschehen bei unserem traditionellen Grillfest am Samstag. (Das allereinzige existierende Foto hat mir freundlicherweise der Herr K. zur Verfügung gestellt.) Nachdem das Fest letztes Jahr aus Termingründen leider ausgefallen ist, haben wir es dieses Jahr einfach früher als sonst gemacht. Was für ein Glück, dass gleichzeitig auch noch der Sommer über uns hereingebrochen ist! Besser hätten die Rahmenbedingungen nicht sein können. Liebe Freunde und Verwandte, es war ein Fest mit Euch zu feiern! Vielen Dank für Euer Kommen und Dasein! Irgendwann habe ich mir so im Stillen gedacht, dass sich das Zurückkommen in die alte Heimat nicht nur wegen dem See gelohnt hat (wegen dem auch), aber vor allem deshalb, dass ich wieder in Eurer Nähe bin. Dafür bin ich echt sehr dankbar. Wir haben nämlich wirklich tolle Freunde! (und Verwandte – ihr seid selbstverständlich auch gemeint!) Und für die, die nicht mehr so nah sind—rein geografisch gesehen natürlich—machen wir dieses Fest ja auch, damit sie einen Grund …

Not macht erfinderisch

Was bringt man sich als Urlaubsandenken mit, das a) im Gepäck nicht viel Platz wegnimmt, b) zuhause nicht unnütz rumsteht aber c) trotzdem eine schöne Erinnerung an den Urlaub bedeutet? Als wir am Ufer des Loch Ness einen schönen wilden Garten mit unaussprechlichem Namen entdeckt haben, habe ich das perfekte Mitbringsel gefunden: Kleine Sweet-Pea-Pflänzchen (Edel- oder Duftwicken auf Deutsch). Die Dame in der Gärtnerei hat etwas geschmunzelt, dass ich diese unspektakulären Pflanzen bis nach Deutschland mitnehmen wollte. Sie hat mir auch viel Glück beim Transport gewünscht. Und in der Tat: Wie verpacke ich die Dinger, damit sie die Reise überstehen?! Well, liebe Leser: Easy! Man nehme eine leere Flasche Highland Spring (unser bevorzugtes Urlaubs-Mineralwasser), schneide sie in der Mitte durch, setze die Pflanzen hinein und stülpe die obere Flaschenhälfte als Deckel wieder darüber. Das geht einfacher, wenn man einen kleinen Längsschnitt macht, damit man die obere Hälfte in die untere Hälfte der Flasche besser hineinstecken kann. Zwecks Auslaufschutz habe ich noch Frischhaltefolie rumgewickelt. So sieht es dann wieder ausgepackt aus: Gestern habe ich sie endlich …

Schottland 2017

Ahhh, Urlaub! Leider fast so schnell wieder vorbei wie man „Urlaub“ sagen kann. Aber schön wars. So schön! Es hat sich mal wieder bestätigt: Meine natürliche Daseinsform ist der Urlaub. Den ganzen Weg von Lindau bis Inverness sind wir mit dem Zug gefahren wollten wir mit dem Zug fahren. Es hat fast perfekt geklappt, bis auf die Tatsache, dass es auch bei Scotrail Schienenersatzverkehr gibt. Das sind wir von der Deutschen Bahn zwar gewohnt, aber die Begründung war neu: Zu wenig Lokführer! (Unter der Hand wurde uns zugeflüstert, dass der Grund dafür das anstehende Pokalhalbfinale war, und die Lokführer deshalb blau machten. Unbelievable, oder?!) Trotzdem ist alles gut gegangen. Wir haben… …London im Schnelldurchlauf erobert, …den Frühling getroffen (who would have thought!) …uns an der Meeresbrise berauscht, …Schlösser und Burgen besichtig, …sind durch Torfmoore geschlendert, …haben uns mit den Nachbarn angefreundet, …eine spektakuläre Landschaft erlebt. Das Bild wird dem leider nicht gerecht. In Wirklichkeit war es war noch viel besser. …gesehen, wie ein Kilt gemacht wird. Alles von Hand! …und bei Loch Ness das Beatles-U-Boot …

Richtfest!

Der Rohbau steht! Derzeit entstehen in der Milchbutterkäsewerkstatt drei niegelnagelneue Häusle. Nachdem tatsächlich alle Häuser verkauft sind, war es höchste Zeit für die Nachproduktion. Die Häusle sind immer noch mein Herzenslieblingsprodukt. Sie waren meine erste Idee und ich finde sie immer noch super. Obwohl das Machen ganz schön anstrengend ist (3 Millimeter dicke Buchbinderpappe mit dem Cutter schneiden, Tapetenrollen rumbugsieren, die eigentlich zu groß sind für die Arbeitsfläche und sich immer so blöd rollen, höllisch aufpassen, damit man beim Tapezieren die Seiten nicht vertauscht), macht es mir trotzdem wahnsinnig Spaß. Am schönsten ist natürlich die Auswahl der Fassadengestaltung. Die drei neuen sind Häusle Nummer 58 bis 60 und bis jetzt gibt es noch keine zwei, die ganz genau gleich sind. Die Rückmeldungen, die ich für meine Häusle bekomme, sind auch durchweg positiv. Sie sind ja auch vielseitig einsetzbar. Man kann sie einfach zur Dekoration aufstellen oder Kleinkruscht dahinter verschwinden lassen oder sie dienen als Pferdestall oder als Reihenhaussiedlung, oder, oder, oder. Die Tapetenauswahl für die neuen Fassaden habe ich schon getroffen. Aber die verrate ich …

Hallo Frühling!

Gerade werden wir in unserem Garten von einem üppig blühenden Aprikosenbäumchen begrüßt. Den Baum haben wir zur Hochzeit geschenkt bekommen. Und auch wenn es der Ersatzbaum ist, weil es dem Originalbaum bei uns irgendwie nicht gefallen hat, ist es für mich trotzdem unser Hochzeitsbaum. Letztes Jahr gab es etwas in der Größenordnung von drei Aprikosen, aber dieses Jahr! Da sieht die Sache ganz anders aus! Jetzt sieht der Baum selbst aus, als ob er ein Hochzeitskleid trägt. Danke Robert – das war wirklich ein schönes und nachhaltiges Geschenk! Auch den Bienen scheint unser Baum zu gefallen: Und noch eine Neuentdeckung habe ich gemacht: Veilchen! Sie wachsen direkt unter der Aprikose. Scheinbar hat der neue Baum auch neue Blumen in den Garten gelockt. Vielleicht sind sie mir bis jetzt auch einfach noch nicht aufgefallen. Kann auch sein. Es ist aber auch egal, ich freue mich einfach über den Frühling! Und Ihr?

Blaue Stunde

Liebe Freunde, es geht weiter im Renovierungs-Takt. Nachdem Schlaf- und Ankleidezimmer zwar noch nicht ganz fertig, aber doch bewohnbar sind, ist als nächstes unser Arbeitszimmer dran. Also eigentlich mein Arbeitszimmer. Ich trau es mich gar nicht laut zu sagen, weil es so ein Luxus ist. Ein eigenes Arbeitszimmer, wow! Herr K. bekommt nur eine ganz kleine Ecke. Aber der hat ja ein Büro. Kann man zwar nicht ganz vergleichen, aber trotzdem 🙂 Als es um die Frage der Wandfarbe ging, dachte ich plötzlich, warum muss eigentlich immer alles weiß sein? und habe mich kurzentschlossen für Blau entschieden. Die schönste blaue Farbe, die wir auf die Schnelle gefunden haben, war „Blaue Stunde“ beim Obi. Und weil der Name so schön und es außerdem das letzte Farbeimerchen im Regal war, wollte ich die Farbe erst recht haben. Herr K. war nicht so überzeugt (und ist es auch immer noch nicht), aber bei mir löst die blaue Fläche den spontanen Impuls aus, die Wand umarmen zu wollen. Keine Ahnung warum, aber irgendwas an der Entscheidung scheint richtig gewesen …