Autor: Sabine

mal was Verrücktes tun

Bevor ich nächste Woche wieder in die Festspielzeit untertauche, habe ich noch was ganz Verrücktes gemacht. Jedenfalls verrückt für meine Verhältnisse. Kurz zur Vorgeschichte: Ich habe zwei Fahrräder, von denen eins zuhause steht und das andere am Bahnhof in Götzis. Mit dem einen fahre ich von daheim zum Bahnhof, dann steige ich in den Zug und von Götzis fahre ich dann die letzten Kilometer wieder mit dem Rad nach Mäder. Das ist mein täglicher Arbeitsweg. Aber jetzt musste ich mein Götzis-Fahrrad nach Lindau bringen und bin ganz wagemutig die ganze Strecke mit dem Rad gefahren! Ungefähr 35 Kilometer. Und das ganz ohne Navi und doppelten Boden. Nur mit meinem schlechten Orientierungssinn, ein paar Wegweisern, dem Rhein und dem Bodensee als Anhaltspunkte. Ok, ich bin vielleicht nicht den direktesten Weg gefahren, sondern schon ein bisschen mäandert, aber es ging! Ich bin angekommen. Und jetzt bin ich wieder so stolz auf mich, dass ich das der Welt unbedingt mitteilen wollte 🙂 Diese Leistung habe ich bei Ankunft sofort mit einem Eiskaffee gefeiert. Aber der war so schnell …

SuccessS

Heute mal ein Beitrag aus der Kategorie Erfolgsmeldungen! Erstens ist es uns zum ersten Mal gelungen, den schönen Zierlauch großzuziehen, den wir schon so oft in anderen Gärten bewundert haben. Herr K. hat letztes Jahr aus Amsterdam drei (hihi) »Lauchzwiebeln« mitgebracht, und siehe da, die Schnecken waren uns gnädig. Uns freuts und die Bienen auch. Die zweite Erfolgsmeldung, auf die ich ganz besonders stolz bin: Ich habe die Website endlich und gerade noch rechtzeitig zur neuen Datenschutzgrundverordnung auf https umgestellt. Zu sehen am grünen Schloß in der Browser-Adresszeile. Es kam mir vor wie eine Operation am offenen Herzen, und es hat mich ganz schön Überwindung gekostet. Aber es ist gelungen! Für jemanden, der keine Ahnung von der Materie hat, würde ich sagen: Gut gemacht! Das wollte ich nur kurz sagen.

Blüten vor dem Sturm

Bevor heute nacht der angekündigte Regen die Blütenblätter abräumt, habe ich noch schnell unseren Quittenbaum fotografiert. Ist das nicht Wahnsinn? Wann der Baum einmal gepflanzt wurde, daran kann sich hier keiner mehr erinnern. Er war immer schon da. Das heißt, er muss schon ganz schön alt sein. Aber so toll diese Blütenorgie aussieht – ein bisschen mache ich mir Sorgen. Wenn so ein Baum alle Kräfte, alles, alles was er hat, in die Fortpflanzung steckt, ist das eigentlich eher ein schlechtes Zeichen, oder? Gibt es da draußen vielleicht Experten die mir sagen können, was ich dem Baum Gutes tun kann? Damit er noch älter werden kann. Für gute Tipps würde ich im Herbst ein paar Quitten abgeben 🙂 Sofern uns nicht wieder ein übler Frost überrascht. Aber nicht nur der Quittenbaum macht Freude, auch die Apfelbäume blühen sehr schön: Und was ebenfalls Freude macht, sind unsere Untermieter. Sonst kann ich Amseln ja nicht auseinanderhalten, aber dieses Jahr gibt es eine, die hat einen weißen Fleck am Schwanz. Was aussieht wie ein Vogelschiss, ist in Wirklichkeit …

Urlaub 2018

Uiuiui. Die Beiträge hier werden auch immer seltener. Aber was soll ich sagen, so ist das eben. Umso schöner, dass mal wieder was kommt! Letzte Wochen waren wir im Urlaub. Unser Jahresurlaub 2018: Eine Woche London. Nachdem wir letztes Jahr auf der Durchreise nur einen Tag in London waren, wollten wir noch einmal mehr Zeit für diese tolle Stadt haben. Und so sind wir wieder mit dem Eurostar via Stuttgart-Brüssel nach London gebraust. Auch wenn Zugfahren immer ein kleines Abenteuer ist und man nie genau weiß, ob alles klappt, ist mir das Reisen mit der Bahn doch viel lieber als mit dem Flugzeug. Irgendwann war mir meine Kamera zu schwer immer mitzuschleppen, deshalb habe ich nicht besonders viele Fotos gemacht. Trotzdem hier ein paar Eindrücke unserer wichtigsten Stationen: Erste Station: Victoria & Albert Museum: Ocean Liners. Die Ausstellung war ganz interessant, aber was ich noch besser finde ist der Mumseumsshop 🙂 Am gleichen Tag waren wir auch noch im Natural History Museum. Dort hatten wir nur noch Zeit für die Dinosaurier. Aber es hat sich …

Improvisation 2.0

…oder das Weihnachtswunder von Lindau. Seit geraumer Zeit haben wir keine Küche. Jedenfalls nicht das, was in einem guten Haushalt als Küche zählt. (Nicht dass das unbedingt unser Maßstab wäre 🙂 ) Wir können dort kochen und essen und was sonst noch dazugehört, aber eine Komfortzone ist es nicht gerade. Eher ziemlich improvisiert. Und wie jeder weiß: solche Provisorien halten ewig. Selber sieht man das Chaos nach einiger Zeit nicht mehr. Aber irgendwann kommt Weihnachten und man bekommt Besuch und spätestens dann möchte man es doch irgendwie ordentlich haben. Und jetzt kommt – tadaa – Improvisation 2.0 ins Spiel! Warum wir noch nicht früher drauf gekommen sind, weiß ich nicht, aber unser neues System ist genial. Jedenfalls für alle, die keine Küche haben. Ich bin total begeistert. Man nehme: Einen Biertisch als Arbeitsfläche (den hatten wir schon vorher), Eurokisten in verschiedenen Größen und passende Rollgestelle dazu (in unserem Fall vom Obi). Und damit man weiß, was sich in den Kisten befindet, schreibt man es mit einem Kreidemarker drauf. Easy! So sieht es in der Gesamtansicht …

Von Kurven und Pausen

Wie es halt manchmal so ist. Macht man einmal eine Pause ist es schwierig, danach wieder die Kurve zu kriegen. Der Alltag rauscht nur so vorbei und wenn ich erzählen wollte, was in den letzten Monaten alles los war, kann ich es nicht einmal mehr sagen. Selbst wenn es also nur als Gedächtnisstütze für mich selbst dient—Grund genug mit dem Schreiben an dieser Stelle weiterzumachen. Mit den guten Vorsätzen ist es zwar auch so eine Sache, aber ich bin wild entschlossen! 🙂 Also liebe Freunde der gepflegten Unterhaltung, ich würde mich freuen, wenn Ihr auch weiterhin ab und zu hier vorbeischaut. Aber jetzt wünsche Euch erst einmal ein friedliches und fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Bis dahin! Herzliche Grüße, Eure Sabine P.S.: Das Schneefoto ist gemogelt. Der Schatten ist echt, aber es war bereits anno 2013. Nicht 2017. Heuer ist es hier eher regnerisch.

Schnitzen und Stempeln

Letztes Wochenende habe ich einen wunderbaren Stempelschnitz-Workshop besucht. Ich wollte einfach einmal etwas Neues ausprobieren, und warum dann nicht gleich von den Besten lernen? Deshalb habe ich spontan zugeschlagen als ich gesehen habe, dass die tolle Tinee Häcker von Siebenmorgen einen Workshop anbietet. Und was soll ich sagen, es hat sich voll gelohnt! Es war eine sehr sympathische Damenrunde, alles war ganz liebevoll für uns Schülerinnen vorbereitet und wir haben super Tipps bekommen. Stempelschnitzen ist gar nicht so schwierig und bietet un.ge.ahnte Möglichkeiten! Außerdem macht es Riesenspaß mit dem Messer durch die Gummimatte zu pflügen. Jedenfalls mir ging es so. Das werden definitiv nicht meine letzten Stempel gewesen sein. Vielen Dank liebe Tinee für den inspirierenden Nachmittag! Deine Workshops kann ich nur wärmstens weiterempfehlen! Nur das Stempeln muss ich wohl noch üben. Aber bei Briefmarken sind ja auch die Fehldrucke am wertvollsten, oder nicht?

Abgetaucht…

…oder mein zweiter Sommer in Bregenz Liebe Freunde der gepflegten Unterhaltung – es tut mir leid, dass ich so lange abgetaucht war. Die letzten drei Monate habe ich wieder bei den Bregenzer Festspielen gearbeitet. Es war mein erstes erstes Jahr, also eine Neuproduktion auf dem See, und das war noch etwas arbeitsintensiver als die Wiederaufnahme von Turandot letztes Jahr. Deshalb ist alles andere einfach auf der Strecke geblieben. Aber es hat mir wieder total Spaß gemacht! Ich habe tolle Leute getroffen, bin wieder sehr viel geradelt, habe aber auch das Autofahren wieder für mich entdeckt. Es gab Tage, da war ich einfach zu müde um mit dem Fahrrad zu fahren. Oder es hat geregnet 😉 Ich bin jede Nacht mit einem Ohrwurm nachhause gegangen. Der Herr Bizet war glaube ich der Schlagerstar unter den Opernkomponisten. Ich habe bei fast jeder Vorstellung eine Backerbsen- oder Grießklösschensuppe gegessen. Christl und Walter sind ohne Zweifel die wichtigsten Menschen auf der Hinterbühne. Ich durfte 28 mal das Feuerwerk genießen. Beste Sicht von hinter der Bühne 🙂 (Außer einmal, als …

Es war ein Fest!

Die besten Feste sind die, bei denen man vor lauter Freude ganz vergisst Fotos zu machen. So geschehen bei unserem traditionellen Grillfest am Samstag. (Das allereinzige existierende Foto hat mir freundlicherweise der Herr K. zur Verfügung gestellt.) Nachdem das Fest letztes Jahr aus Termingründen leider ausgefallen ist, haben wir es dieses Jahr einfach früher als sonst gemacht. Was für ein Glück, dass gleichzeitig auch noch der Sommer über uns hereingebrochen ist! Besser hätten die Rahmenbedingungen nicht sein können. Liebe Freunde und Verwandte, es war ein Fest mit Euch zu feiern! Vielen Dank für Euer Kommen und Dasein! Irgendwann habe ich mir so im Stillen gedacht, dass sich das Zurückkommen in die alte Heimat nicht nur wegen dem See gelohnt hat (wegen dem auch), aber vor allem deshalb, dass ich wieder in Eurer Nähe bin. Dafür bin ich echt sehr dankbar. Wir haben nämlich wirklich tolle Freunde! (und Verwandte – ihr seid selbstverständlich auch gemeint!) Und für die, die nicht mehr so nah sind—rein geografisch gesehen natürlich—machen wir dieses Fest ja auch, damit sie einen Grund …

Not macht erfinderisch

Was bringt man sich als Urlaubsandenken mit, das a) im Gepäck nicht viel Platz wegnimmt, b) zuhause nicht unnütz rumsteht aber c) trotzdem eine schöne Erinnerung an den Urlaub bedeutet? Als wir am Ufer des Loch Ness einen schönen wilden Garten mit unaussprechlichem Namen entdeckt haben, habe ich das perfekte Mitbringsel gefunden: Kleine Sweet-Pea-Pflänzchen (Edel- oder Duftwicken auf Deutsch). Die Dame in der Gärtnerei hat etwas geschmunzelt, dass ich diese unspektakulären Pflanzen bis nach Deutschland mitnehmen wollte. Sie hat mir auch viel Glück beim Transport gewünscht. Und in der Tat: Wie verpacke ich die Dinger, damit sie die Reise überstehen?! Well, liebe Leser: Easy! Man nehme eine leere Flasche Highland Spring (unser bevorzugtes Urlaubs-Mineralwasser), schneide sie in der Mitte durch, setze die Pflanzen hinein und stülpe die obere Flaschenhälfte als Deckel wieder darüber. Das geht einfacher, wenn man einen kleinen Längsschnitt macht, damit man die obere Hälfte in die untere Hälfte der Flasche besser hineinstecken kann. Zwecks Auslaufschutz habe ich noch Frischhaltefolie rumgewickelt. So sieht es dann wieder ausgepackt aus: Gestern habe ich sie endlich …