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Nähen bei Nacht

Nanu, wer sitzt denn da so spät an der Nähmaschine? Ist das die Frau K. die noch schnell was für den Zeughausmarkt gemacht hat?  Da ist die dieses Jahr doch gar nicht dabei! Nein, das ist die Frau K., die seit ungefähr einem Jahr weiß, dass ihr Mantelfutter ein riesengroßes Loch hat und es jetzt wegen einer Geschäftsreise noch schnell reparieren musste. Blöd, wenn man ausgerechnet auch noch in der Modebranche arbeitet. Der späten Stunde und der eigentlichen Priorität (Geheimprojekt, wir erinnern uns)* ist es geschuldet, dass ein ziemlicher Pfusch herausgekommen ist. Ich glaube aber, es hat niemand bemerkt. Ich verrate es auch nur Euch. Psst, bitte nicht weitersagen! *Die besch… Lichtverhältnisse habe ich noch vergessen, bei denen ich arbeiten muss. Grrr.

Die neue Müllstation

So. Heute kann ich endlich mal wieder ein selbstgemachtes Projekt vorstellen! I proudly present: Unsere neue Müllstation! Tadaaa! Das Recycling Konzept hier in Lindau ist anders. Es gibt hier nämlich keinen gelben Sack, sondern einen grünen. In den grünen Sack dürfen aber z. B. keine Dosen. Die muss man extra sammeln. Und für den grünen Sack gibt es auch keinen Abholservice oder bestimmte Tonnen, nein, den grünen Sack muss man eigenhändig zum Wertstoffhof bringen. Alle anderen Sachen (bis auf den Restmüll natürlich) bringt man zum Container. Eigentlich finde ich das auch gut so. Da liegen nicht schon eine Woche vorher die gelben Säcke auf der Straße und verschandeln das Stadtbild. Auf der anderen Seite ist es natürlich mühsam. Aber hey, wir produzieren den Müll ja auch dann finde ich etwas Anstrengung für die Entsorgung auch angemessen. Bis jetzt hatten wir für die verschiedenen Sammlungen keinen richtigen Platz. JETZT gibt es einen Beutel für B&G (Blech und Glas), P (Papier) und GS (grüner Sack). Und so hab ich’s gemacht: Schöne Schriften suchen und die gewünschten Buchstaben …

Heute schon was repariert?

Heute nicht, aber gestern. Nämlich löchrige Socken. Und ich nutze die Gelegenheit, um eines meiner Lieblingsbücher vorzustellen: Die Encyklopädie der weiblichen Handarbeiten von Thérèse de Dillmont. Ein kleines Buch, welches mir mein Papa einmal von einer Altpapiersammlung mitgebracht hat. Ich habe eine »Neue, vermehrte und verbesserte Auflage«, aber eine Jahreszahl kann ich leider nicht entdecken. Im Vorwort steht: »Ein Werk, das sämtliche unter dem Namen Weibliche Handarbeiten verstandene Fertigkeiten umfasst, sie erklärt und im Bilde veranschaulicht, war bis jetzt nicht vorhanden. Dieser Mangel, den wir im Laufe der Jahre selbst empfunden haben, veranlasste uns, die durch unausgesetzte Tätigkeit auf dem Handarbeitsgebiete erworbenen Kenntnisse in dieser Encyklopädie niederzulegen. Dadurch wollten wir den Frauen und Mädchen, die sich mit solchen Arbeiten von Berufs wegen oder aus Liebhaberei befassen, ein Handbuch bieten, mit dessen Hilfe sie sich selbständig in allen Nadelarbeiten unterrichten können.« Vielen Dank, Madame de Dillmont, dass Sie sich diese Mühe gemacht haben. In der Tat ist dieses Buch für mich wertvolle Inspirationsquelle und Nachschlagewerk auf dem Gebiet des Stickens, Strickens und Häkelns. Und des Ausbesserns …