Garten, Handarbeit, Produkte, Stricken, Urlaub
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Was in der Zwischenzeit geschah

Ich habe einmal geblinzelt und zack, ein halbes Jahr ist schon fast wieder vorbei. So fühlt es sich wenigstens an. Aber bei genauerem Hinschauen ist doch ein bisschen was passiert:

Wir waren auf

Burgentour an der Mosel

Burg Eltz

Angefangen haben wir mit dem Schloss Heidelberg. Von dort sind wir weiter nach Brodenbach an der Mosel von wo aus wir diverse Tagesausflüge unternommen haben. Am Ende waren es mehr Burgen und Schlösser, als wir eigentlich besichtigen wollten: Die Marksburg, Schloss Stolzenfels und Burg Lahneck am Rhein, Burg Eltz, Burg Thurant, die Ehrenburg und die Reichsburg Cochem an der Mosel und zum Schluss noch die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz.

Ein sehr schöner und informativer Kurzurlaub und sicher nicht unsere letzte Burgentour. Danke an den weltbesten Urlaubsplaner, der glücklicherweise mein Ehemann ist! Fazit: Man muss nicht immer nach Schottland fahren, um alte Gemäuer anzuschauen 🙂

Wir haben ein

Permakulturseminar

Exkursion zum Garten von Margit Rusch in Dornirn

bei der PIA besucht. Herr K. war anfangs ziemlich skeptisch. Das erste schöne Wochenende im Jahr, und wir verbringen die Tage drinnen und lassen uns mit Theorie berieseln, anstatt selbst draußen im Garten zu buddeln. Und es war wirklich wie in der Schule: drei Tage am Stück geballte Theorie. Nur zum Schluss gab es eine kleine Exkursion zum Garten von Margit Rusch in Dornbirn. Aber es war so interessant und so inspirierend, dass ich unserer Referentin Margarethe Holzer nur so an den Lippen hing. Und auch Herr K. ist jetzt überzeugter Permakultur-Anhänger.

Was wir jetzt schon gelernt haben: Mulchen. In Kreisläufen denken. Vielfalt als Prinzip. Den Garten in Zonen einteilen. Pflanzengemeinschaften bilden. Und und und. Es gibt noch so viel zu lernen. Aber unser Garten sieht jetzt schon viel wilder aus als vorher, weil wir mehr mulchen und nicht mehr so viel mähen. Das ist auch gut so, weil unsere neuen Freunde, die

Bienen

haben so eine Ruhestörung durch den Rasenmäher nicht so gerne 🙂

Die Bienen sind jetzt schon fast ein Jahr bei uns, und bald haben wir das erste volle Bienenjahr hinter uns. Honig haben wir noch nicht geerntet. Das, was sie bisher gesammelt haben, haben sie alles selbst aufgebraucht. Es war so lange nass und kalt, dass sie noch nicht viel Vorrat anlegen konnten. Mal sehen, was der Sommer noch so bringt.

Kommen wir vom Garten zu einem anderen Thema: dem Stricken. Ein wunderbares Weihnachtsgeschenk war ein Platz im

Kate Davies Knitting Season Club

Bisher daraus gestrickt:

 Dathan hap – Version Sabine
 Knitting Season hat – ebenfalls Version Sabine

Zwölf Wochen lang bekommt man ein neues Strickmuster und ein Essay zum Thema Kreativität. Beides ist pure Inspiration für mich. Der Essay zum Thema „Restrictions“ – also Beschränkung oder Einschränkung nimmt Haikus als Beispiel. Haiku ist eine japanische Gedichtform, die mit 17 Silben auskommt. Plötzlich konnte ich mit dem Dichten gar nicht mehr aufhören. Das Ergebnis ist meine Flaschenpost – siehe weiter unten bei den neuen Produkten. Der Club hat gerade Pause bis September. Das ist auch ganz gut, weil ganz so schnell komme ich dann doch nicht hinterher.

Bleiben wir noch ein bisschen beim Thema Handarbeit:

Im April habe ich an einem wunderbaren

Sashiko-Kurs

bei der noch wunderbareren Textildesignerin Nanna Aspholm-Flik teilgenommen. Sashiko kommt aus Japan und heißt „kleine Stiche“. Mit einfachen Vorstichen kann man entweder traditionelle oder weniger traditionelle Muster sticken, oder man nutzt es um Sachen zu flicken. Dann heißt es Boro. Ich habe mich im Kurs um meine Schlafmaus gekümmert, aber leider bin ich immer noch nicht fertig. Es sind einfach zu viele Löcher 🙂

Boro – Schlafmaus in Arbeit
Sashiko – Hanfblattmuster (mit Fehler)

Und last but not least gibt es auch ein paar

neue Produkte

im Milchbutterkäse-Universum. Da wäre zuerst der Schwester-im-Staub-Button:

Endlich können sich unperfekte Hausfrauen und -männer zu erkennen geben. Lasst uns einen Club gründen! Wer macht mit?

Dann ist da die bereits erwähnte Flaschenpost-Parade:

Flaschenpost von aussen…
…und von innen

Wie oben schon erwähnt, konnte ich mit dem Haiku-Dichten nicht mehr aufhören. Ich habe jedes Haiku mit Aquarellfarbe zu Papier gebracht und als Flaschenpost verpackt. Ich dachte, vielleicht ist das ein schönes Mitbringsel vom Bodensee. Mein Lieblingshaiku ist dieses:

Sonnenuntergang. Das Licht ist warm, aber die Luft wird langsam kalt.

Und dann gibt es eine Ergänzung bei den Papiergirlanden: Eine Fische-Girlande!

Fischgirlande

Ich habe mich mit den Fischen im Bodensee beschäftigt, aber nicht alle machen eine schöne Silhouette. Deshalb habe ich mich auf Seeforelle, Felchen, Barsch, Brachse und Zander beschränkt. Auseinanderhalten kann ich sie jetzt schon nicht mehr richtig. Aber egal, als Sommerdekoration finde ich sie trotzdem schön.

Das war mein kleiner Halbjahresrückblick. Ich hoffe, dass ich demnächst wieder ein bisschen öfter von mir hören lasse. Soll ich?

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