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Donald im Tapetendschungel

Im letzten Post habe ich ja von unserer Renovierungsaktion berichtet. Völlig uninteressant für die Menschheit, aber ein Meilenstein für uns. Jetzt, wo uns der Alltag wieder fest im Griff hat, ist dieser Prozess leider wieder etwas ins Stocken geraten. Aber um dieser Tage nicht komplett durchzudrehen, muss man sich auf die positiven Dinge konzentrieren. Deshalb freue ich mich täglich über unsere Dschungeltapete und liefere hier nun die versprochenen Fotos nach. Ist sie nicht großartig? Keine Sorge, wir haben nicht das ganze Zimmer damit tapeziert. Nur eine Wand. Und weil mir die Kombination noch besser gefällt als die Tapete solo, habe ich Herrn K’s LTB-Sammlung davor platziert. Dazu passt auch die Post, die Herr K. diese Woche bekommen hat. Unsere beiden Freundinnen F. und E. aus M. haben ihm nämlich die Kinderseite der Süddeutschen Zeitung geschickt. Dort gab es kürzlich eine ganze Seite über Donald. Und weil sie wissen, dass Herr K. gerne LTB liest, haben sie bei dem Artikel an ihn denken müssen und einfach die Seite in einen Umschlag gesteckt und losgeschickt. Wie schön! …

Ein guter Anfang

Gibt es eigentlich einen besseren Jahresbeginn als einen Eimer weisse Farbe? Unser Jahr hat im wahrsten Sinne des Wortes einen neuen Anstrich bekommen. Wir haben den Weihnachtsurlaub genutzt, um ein seit eineinhalb Jahren im Rohbau befindliches Zimmer endlich fertig zu renovieren. Fleißig wie die Bienchen haben wir letzte Woche verputzt, tapeziert und gestrichen und haben jetzt ein neues Schlafzimmer samt — und jetzt haltet Euch fest meine Damen und Herren — einem separaten Ankleidezimmer! Ich finde, es ist wunderschön geworden. Wäre ich jetzt nicht so erschöpft und es draußen nicht so dunkel, könnte ich an dieser Stelle Fotos zeigen. Aber das muss ich wohl auf ein anderes Mal verschieben…

Live long and prosper!

Letzten Sonntag waren wir in der StarTrek-Ausstellung im Dorniermuseum in Friedrichshafen. Kein besonders besinnliches Adventsunterfangen, möchte man meinen. Aber nur auf den ersten Blick! Die Enterprise war immer in friedlicher Mission unterwegs, und Frieden und Freude passen ja sehr wohl zur Weihnachstzeit. Worüber ich mir vor dieser Ausstellung auch noch nie Gedanken gemacht habe, ist die internationale Besetzung der Enterprise. Für mich im 21. Jahrhundert ist das irgendwie normal. Aber Anfang der 60er-Jahre war das schon was Besonderes. Allen voran Lieutenant Uhura, als schwarze Frau in der Kommandozentrale! Davon gibt es heutzutage immer noch nicht besonders viele, oder? Anscheinend wollte sie die Serie verlassen, aber Martin Luther King hat sie überredet, dabei zu bleiben. Außerdem waren auch ein Japaner (Hikaru Sulu) und ein Russe (Pavel Chekov) mit von der Partie. Und zwar kaum zwanzig Jahre nach dem zweiten Weltkrieg und mitten im kalten Krieg. Da habe ich so bei mir gedacht: Vielleicht braucht es erst Außerirdische damit die Menschheit begreift, dass wir alle in einem Boot – nämlich auf der Erde – sitzen, und wir …

In Sicherheit

Seit ich kürzlich entdeckt habe, dass eine von mir sehr geschätzte und viel genutzte Erfindung zum Symbol gegen Hass und Rassismus erkoren wurde, gibt es im Hause K. kein Halten mehr! Ab sofort werden alle Jacken, Mäntel und Pullover damit bestückt. Die Rede ist von der Sicherheitsnadel. Erfunden wurde die Aktion von einer in London lebenden Amerikanerin, als dort nach dem Brexit die fremdenfeindlichen Attacken stark zugenommen haben. Und die Amerikaner machen es jetzt auch. Die Sicherheitsnadel soll zeigen: You are safe with me. Vor mir muss niemand Angst haben und ich stehe Dir bei, wenn Du bedroht wirst. Ich hoffe natürlich, dass ich nie in eine solche Situation komme. Aber wenn, dann hoffe ich, dass ich die nötige Zivilcourage aufbringe und angemessen reagiere. Oft ist man in dem Moment ja einfach überrumpelt und weiß nicht, was man tun soll.  Aber vielleicht steigt wenigstens die Chance auf eine vernünftige Reaktion, wenn man sich vorher schon Gedanken darüber macht. Die Sicherheitsnadel erinnert mich daran. Ich finde die Idee super. Und Ihr?

Zwei

Normalerweise macht man Rückblicke ja eher am Jahresende. Aber warum nicht mal zwischendurch einen kleinen Blick zurück wagen? Der Milchbutterkäse-Blog wird heute nämlich ZWEI! Whohoo! Und das ist doch ein guter Anlass, oder? Was natürlich als erstes auffällt ist, dass die Anzahl der Beiträge hier DRAMATISCH gesunken ist. Das hat mit den beiden Hauptveränderungen seit letztem September zu tun: Die Handlung und meine Arbeit bei den Festspielen. Beides hat mich so ausgefüllt, dass viele andere Dinge liegengeblieben sind: Die Renovierung zuhause. Null Fortschritt. Oder sagen wir fast null. Der Garten. Das Unkraut hat wieder die Hoheit über das Gemüse übernommen. Urlaub. Von Schottland (2013), Fränkische Schweiz (2014), eine Woche Stuttgart (2015) zu gar nicht weg (2016). Das traditionelle Grillfest. Glatt ausgefallen. Zum ersten Mal seit Anbeginn dieser Ära. Und natürlich das Beiträge schreiben. Sowohl die Handlung als auch die Festspiele sind eine absolute Bereicherung und ich bin wahnsinnig dankbar, dass ich jeweils ein Teil davon sein darf. Aber ich freue mich auch auf die neue Zeitrechnung, die vor mir liegt. Ich muss jetzt zwar wieder …

Mein erster Sommer in Bregenz

Der letzte Vorhang ist gefallen und ich kann auf meine erste Saison bei den Bregenzer Festspielen zurückschauen. Es war eine schöne Zeit, in der ich viele talentierte und nette Leute kennengelernt und überhaupt viel gelernt habe. Wir haben viel gearbeitet, Wind und Wetter getrotzt, aber auch viel gefeiert. In diesen drei Monaten habe ich ungefähr 1200 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt. Ich bin so stolz auf mich. (Und: Radeln macht schöne Beine. Aber das nur am Rande.) habe ich Fussball gespielt. Im Tüllkleid. Ja, wirklich! habe ich 24+ mal den Sonnenuntergang auf der Hinterbühne genossen. haben wir diverse Geburtstage gefeiert. Meiner war auch dabei. durfte ich ein Dirndl aus dem Fundus ausleihen, damit ich zünftig auf das Bergfest gehen konnte. habe ich 24+mal live »Nessun Dorma« gehört. So schön! habe ich mit meinen Kostümkollegen in einer Großküche für 300 Personen gekocht, weil wir dieses Jahr (zusammen mit der Bühnentechnik See) das traditionelle Kostümfest auf der Hinterbühne ausgerichtet haben. Das war ein ganz besonderes Erlebnis. Am liebsten würde ich in dieser Küche ein Praktikum machen. war …

Toi Toi Toi oder wo sind die Suppen?

Falls sich jemand wundert, warum im Lindaupark die chinesischen Suppen (fast) ausverkauft sind — das war ich. Im Theaterleben ist es üblich zur Premiere kleine Geschenke zu verteilen. Und für die Turandot-Premiere bei den Bregenzer Festspielen (wo ich zwischenzeitlich gerade arbeite), hatte ich keine bessere Idee als meine Kollegen mit chinesischen Fertigsuppen zu beglücken. Schließlich spielt die Geschichte im Alten China. Bei genauem Hinschauen steht zwar »Taiwan« auf der Verpackung, aber egal. Der Gedanke zählt! Und wen es interessiert wo ich gerade meine Abende verbringe,  der kann hier schauen.

Die Wäsche trocknet an der Son-ne…

…die Wäsche trocknet auch am Wind. Die Wäsche trocknet auch am Li-icht. Wie schön ist das eigentlich? Diese Zeilen könnten von mir sein. Sind sie aber nicht. Sie sind von der fabelhaften Band Kofelgschroa, welche ich die Ehre und das Vergnügen hatte, vor einiger Zeit live zu erleben. Und heute war der perfekte Tag zum Lied. Oder das perfekte Lied zum Tag. Egal wie rum, mir geht bei Wäschegeflatter das Herz auf. Die kleinen Freuden des Alltags eben.

Warum es hier gerade so still ist

Was ist denn hier los, die Frau K. schreibt ja gar nix mehr! Hat sie das Interesse am Bloggen verloren? Fällt ihr nichts mehr ein? Oder gibt es einen anderen Grund? Die Wahrheit ist, dass ich gerade nicht mehr viel Energie übrig habe. Vor drei Wochen habe ich vorübergehend meine Arbeitsstelle gewechselt. Ich habe wieder zu meinem vorherigen Metier gewechselt und arbeite gerade bei den Bregenzer Festspielen. Das macht mir sehr viel Spaß, aber es ist schon auch ein bisschen anstrengend. Hier sind ein paar Dinge, über die ich schon längst schreiben wollte: Garten 2016 Letztes Jahr haben wir uns den Kopf darüber zerbrochen, was wir pflanzen wollen, welche Gemüsenachbarn sich am besten vertragen, was ist der beste Zeitpunkt wofür, etc. etc. Dieses Jahr haben wir einfach die übrigen Samen zusammengesammelt, ein paar neue gekauft und das ist das vorläufige Ergebnis: Neue Produkte für Die Handlung So neu sind diese beiden Produkte gar nicht mehr: Die Schweinegirlande… …und große Großbuchstaben Der Sommer bis jetzt Mein neuer Arbeitsweg Ein kurzer Schreckmoment Hansi Hinterseer auf dem Plakat …

Der Baum

Normalerweise laufe ich mit ziemlichen Scheuklappen durch die Gegend. Jemand war frisch beim Friseur? Ach ja, stimmt! Jemand ist frisch verliebt? Was, echt? Jemand hat zu- oder abgenommen oder hat etwas Neues zum Anziehen? Wirklich? An Frau K. geht sowas unbemerkt vorbei.  Als Zeugin in einem Kriminalfall wäre ich die denkbar schlechteste Option. Hoffentlich tritt dieser Fall nie ein! So ist es auch zu erklären, dass ich auf meinem täglichen Weg zur Arbeit ein Jahr lang an diesem Baum einfach vorbeigefahren bin, ohne ihn zu beachten. Er steht einfach so in einer Baulücke. Und ist er nicht ein Prachtexemplar?! So einen riesigen Apfelbaum habe ich noch nirgends gesehen. Keine Ahnung wie es passiert ist, plötzlich — die Blütezeit war schon fast wieder vorbei — hat er sich meine Aufmerksamkeit erhascht. Und seitdem freue ich mich jeden Tag an seinem Anblick und sage im Vorbeifahren ein stilles „Hallo“.