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Mein erster Sommer in Bregenz

Der letzte Vorhang ist gefallen und ich kann auf meine erste Saison bei den Bregenzer Festspielen zurückschauen. Es war eine schöne Zeit, in der ich viele talentierte und nette Leute kennengelernt und überhaupt viel gelernt habe. Wir haben viel gearbeitet, Wind und Wetter getrotzt, aber auch viel gefeiert. In diesen drei Monaten

habe ich

ungefähr 1200 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt. Ich bin so stolz auf mich. (Und: Radeln macht schöne Beine. Aber das nur am Rande.)

habe ich

Fussball gespielt. Im Tüllkleid. Ja, wirklich!

Gruppenfoto der Kostüm-Fussballmannschaft

habe ich

24+ mal den Sonnenuntergang auf der Hinterbühne genossen.

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Beliebtes Fotomotiv: Der allabendliche Sonnenuntergang

haben wir

diverse Geburtstage gefeiert. Meiner war auch dabei.

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Geburtstagskerzen ausblasen

durfte ich

ein Dirndl aus dem Fundus ausleihen, damit ich zünftig auf das Bergfest gehen konnte.

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Zurechtmachen für’s Bergfest

habe ich

24+mal live »Nessun Dorma« gehört. So schön!

habe ich

mit meinen Kostümkollegen in einer Großküche für 300 Personen gekocht, weil wir dieses Jahr (zusammen mit der Bühnentechnik See) das traditionelle Kostümfest auf der Hinterbühne ausgerichtet haben. Das war ein ganz besonderes Erlebnis. Am liebsten würde ich in dieser Küche ein Praktikum machen.

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Kochen für 300 Personen

war ich

die Großmutter in der Rotkäppchengruppe. Das Motto war »Legenden des Lebens«, und es waren so unglaublich fantastische Kostüme am Start, der Wahnsinn! Ein Schlumpf, komplett blau angemalt, Karl Lagerfeld, Harry Potter, Leg-Ends (= Füße, die mit Pilzen gefüllt waren = Fusspilz, aber zum Essen), Falco alias Amadeus, Jack Sparrow, eine täuschend echte Amy Winehouse und Freddy Mercury um nur einige zu nennen. Die Party hatte nicht nur Legenden als Motto, sie war legendär!

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Die Rotkäppchengruppe mit Rotkäppchen, Wolf, Jäger und mir als Oma.

habe ich

die Nacht durchgemacht bis halb neun Uhr morgens. Ich glaube, das war eine Premiere für mich. Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, dass ich schon einmal so lange auf den Beinen war.

habe ich

natürlich auch gearbeitet. Und bin dabei auch noch fotografiert worden.

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Bei der Arbeit / © Bregenzer Festspiele

Nicht erwähnt habe ich das Kässpätzle-Essen mit vorhergehender Wanderung, der Abend beim Möth, das Essen mit der Bühnentechnik See, wo wir den Überschuss vom Kostümfest verprasst haben, die allabendliche Suppe in der T-Küche auf der Hinterbühne und das traditionelle Tretbootrennen (an welchem die Kostümabteilung aus Erschöpfungsgründen wegen Kostümfestorganisation nicht teilgenommen hat). Und bestimmt habe ich auch noch was vergessen.

Es war eine besondere Zeit, in der außerhalb der Festspielfamilie nicht viel passiert ist. Der Abschied ist mir schon ein bisschen schwer gefallen, auch wenn ich jetzt froh bin, dass  wieder Zeit für andere Dinge ist. Und dass der Feierabend mit dem vom Herrn K. zeitlich wieder besser übereinstimmt.

 

2 Kommentare

  1. Caro Niechoj sagt

    Wow Sabine, das hört sich ganz wunderbar an, ich freu mich das du so eine interessante Zeit hattest. Da bekommt man so richtig Lust Luft in die eigene Routine zu blasen.
    Liebe Grüße
    Caro

    • Sabine sagt

      Liebe Caro,
      so habe ich das gar nicht betrachtet.
      Aber Du hast recht: Luft in die eigene Routine blasen – das kann ich nur wärmstens empfehlen!
      Viele Grüße,
      Sabine

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