Garten
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Die Geschichte vom Unkrautbeet

Ja, wir haben ein Unkrautbeet. Genauer gesagt, wir hatten ein Unkrautbeet. Aber der Reihe nach:

Ganz am Anfang des Gartenjahres, als wir uns überlegt haben welches Gemüse wir anbauen wollen, standen unter anderem Pastinaken auf der Liste. Weil die gut schmecken und wir uns das so schön vorgestellt haben: die weißen Würzelchen aus der Erde ziehen, sie mit Liebe zubereiten um sie dann mit Appetit zu verspeisen. Allerdings haben wir die Rechnung ohne die Pastinake gemacht. Die wächst nämlich sehr, sehr langsam. Zumindest langsamer als alle anderen Pflanzen ringsrum. Und weil wir ja nicht wussten, wie kleine Pastinaken oberhalb der Grasnarbe aussehen, und beim Unkrautjäten nicht aus Versehen ein zartes Pastinäkchen ausrupfen wollten, haben wir halt alles wachsen lassen.

Pastinake hat sich keine einzige blicken lassen (auch nicht beim zweiten Versuch mit Vorziehen in der Schale), aber das Unkraut hat sich prächtig entwickelt! Und es hat sich natürlich auch nicht auf sein eigenes Beet beschränkt, nein! Es hat sich überall hin ausgebreitet. Phänomenal, wie sich Pflanzen, um die man sich wirklich überhaupt nicht kümmert, so wachsen und gedeihen.

Zwei fleißige Heinzelmännchen konnten das nicht mit ansehen. Vielleicht war Ihnen unser verwildeter Gemüsegarten etwas peinlich. Jedenfalls sind sie dem Unkraut gnadenlos zu Leibe gerückt! »Ahhh, Luft!« wird sich unser Gemüse gedacht haben. Wir sind auch froh, denn jetzt kann man wieder sehen, was da eigentlich wachsen soll 🙂

Wir sagen — auch im Namen der Bohnen, rote Beete, Kartoffeln und Kohlrabi — Danke!

 

2 Kommentare

  1. Astrid Spaenle-Hartl sagt

    Liebe Frau Keller,
    die meditative Wirkung des Unkrautjätens hat sich offenbar noch nicht bis zu dir durchgesprochen?! Es ist wie Waldkehren und macht für so viele Ideen Platz!
    Ich weiß ja wovon ich rede!
    Deine Heinzelmännchen haben das offenbar schon verinnerlicht.
    Also, ran an das Unkraut – trau dich!

    Viele liebe Grüße
    A. aus M.

    • Sabine sagt

      Liebe A aus M,

      ich kenne die meditative Wirkung vom Unkrautjäten durchaus! Wenn man mal anfängt, ist es schwer wieder aufzuhören. Das Problem ist eher, dass meine Prioritäten gerade woanders liegen. Baden gehen beispielsweise 🙂

      Herzliche Grüße nach M,
      S.

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